Nagel und Hautpilz
Wer ist gefährdet ?
Generell haben alle, die an Durchblutungsstörungen leiden, ein erhöhtes Risiko, an Fuß- und Nagelpilz zu erkranken. Dasselbe trifft auch auf Menschen zu, die Medikamente einnehmen müssen, welche das Immunsystem unterdrücken.
Mit den Jahren steigt die Gefahr für eine Pilzerkrankung: Bei älteren Menschen kommen mehrere Risikofaktoren zusammen, die sie anfälliger für eine Infektion machen:
- schlechtere Durchblutung aufgrund von Arteriosklerose
- geschwächtes Immunsystem, einerseits durch zahlreiche Nebenerkrankungen, andererseits evtl. Einnahme vonMedikamenten die das Immunsystem unterdrücken
Diabetiker sind ebenfalls besonders gefährdet, denn auch sie weisen oft eine Kombination von Risikofaktoren auf:
- Eine geschwächte Abwehr
- Durchblutungsstörungen der Füße
- Sensibilitätsstörungen, welche sie zum Beispiel Verletzungen, die eine Eintrittspforte für Erreger sein können, nicht gutwahrnehmen lassen.
Sportler gehören ebenfalls zum gefährdeten Personenkreis. Zum einen kommen Menschen, die viel Sport treiben intensiver mit anderen – potenziellen Pilzüberträgern – in Kontakt. In Gemeinschaftsduschen und Umkleidekabinen herrscht das perfekte Klima für die Ansiedelung und Vermehrung von Pilzen. Zum anderen sorgt das Tragen eines Sportschuhs für pilzfreundliche Bedingungen. Durch die beim Sport erhöhte Schweißabsonderung haben Pilze auf der aufgeweichten Haut ein leichteres Spiel. Das erklärt auch, weshalb unter einigen Berufsgruppen ( aufgrund des Tragens von Sicherheitsschuhen ) wie Bauarbeitern oder Bergleuten Pilzinfektionen häufiger auftreten.
Übertragung
Eine Infektion des Nagels wird meist von Fadenpilzen, allen voran der Art Trichophyton rubrum, hervorgerufen. Seltener sind Hefe-oder Schimmelpilze die Ursache. Fadenpilze, Dermatophyten genannt, finden an der Körperoberfläche geradezu ideale Lebensbedingungen. Denn sie haben es auf Keratin abgesehen: Die Hornsubstanz in Haut, Haaren und Nägeln.
Darüber begünstigen Feuchtigkeit und Wärme eine Infektion mit Fadenpilzen. Entsprechend bevorzugen sie Zehenzwischenräume, Leistenbeugen, Hautfalten und Achseln. Nagelpilz ist sehr häufig Folge einer Fußpilzerkrankung, welche sich auf die Nägel ausweitet. Die Eintrittspforte ist meist das Nagelbett im Bereich des freien Nagelrands. Auch eine direkte Infektion der Nägel ist jedoch möglich. Die Ansteckung erfolgt zumeist in öffentlichen Bädern, Saunen, Fitness- Studios oder Duschen und Umkleidekabinen von Sportstätten, wo viele Menschen barfuß laufen. Die Pilze werden nämlich über den Kontakt mit Erregern, die sich zum Beispiel in Hautschuppen befinden und dort Tage und Wochen überdauern können, übertragen.
Vorbeugen
Folgende Tipps können dabei helfen, einer Pilzinfektion der Nägel zu entgehen:
- In öffentlichen Einrichtungen (Saunen, Schwimmbädern, Hotels…) nicht barfuß laufen
- Handtücher, Badematten, Socken und Bettwäsche bei Temperaturen über 60°C Grad waschen; noch besser kochen
- Gut passende und bequeme Schuhe tragen. Ebenso wichtig wie die richtige Passform ist ein atmungsaktives Material – so wird die Fußfeuchte schnell wieder abgeleitet. Daher Schuhe mit einem atmungsaktiven Obermaterial wie Leder oder moderne Mikrofasern tragen. Turnschuhe nur für die Zeit des Sports anziehen. Möglichst jeden Tag andere Schuhe wählen, damit die einzelnen Paare trocknen können. Socken aus natürlichen Materialien benutzen und täglich wechseln.
- Die Nägel regelmäßig pflegen
- Einen Diabetes mellitus unbedingt entsprechend behandeln lassen und auf gute Blutzuckerwerte achten – das beugt Komplikationen vor! Diabetiker sollten ihren Füßen besondere Aufmerksamkeit schenken und sie regelmäßig auf Veränderungen kontrollieren.
Das sollten Sie beachten, wenn Sie sich bereits angesteckt haben
- Wer sich bereits infiziert hat, sollte ein eigenes Handtuch für die Füße benutzen und dieses täglich wechseln
- Geräte wie Nagelschere oder Feile sowie natürlich Hände nach jedem Kontakt mit dem infizierten Nagel sehr sorgfältig reinigen. Ansonsten besteht hochgradige Ansteckungsgefahr für andere Körperregionen
- reinigen. Ansonsten besteht hochgradige Ansteckungsgefahr für andere Körperregionen
- Waschen der Socken bei mindestens 60° Celsius kann Pilze abtöten. Zusätzlich kann es für Personen mit Nagelpilz sinnvoll sein, ihre Socken und Schuhe während und nach der Therapie zu desinfizieren, um einer erneuten Infektion vorzubeugen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt!
- Aus Rücksicht auf die anderen: Nicht barfuß laufen! Weder zuhause, noch in öffentlichen Einrichtungen!